
Marco Werner, Hauptinitiator der Ausstellung "Glasvielfalt in der Region" und Leiter der Umweltbildungseinrichtung des KuBZ. Bild: F. Sperber |
Waldsassen. (pz) "Die Besucher sollen einen Stolz entwickeln, was es in unserem Raum im Bereich der Glasherstellung gibt", war Äbtissin Laetitia Fech begeistert. Unter dem Titel "Glasvielfalt in der Region" präsentieren Oberpfälzer Unternehmen in der Klosteraula die Faszination des alltäglichen Werkstoffes, "der den in uns gelegten Schöpfergeist seit Jahrhunderten anregt", so die Äbtissin.
Die große Anerkennung der Äbtissin galt Hauptorganisator Marco Werner, Leiter der Umweltbildungseinrichtung des Kultur- und Begegnungszentrums. Er führte bei der Eröffnung am Freitag in der Klosteraula mit geladenen Gästen charmant und souverän auf eine Zeitreise, die die Entwicklung des Werkstoffes Glas dokumentiert.
"Uns ist eine einzigartige Zusammenschau der Glasvielfalt gelungen." Die Kompetenz in Sachen Glasverarbeitung verdeutliche eine weltweite Vorreiterrolle in diesem Metier. "Zusammen die Stärken zu präsentieren, ist eine große Chance der Region." In kurzen Porträts schilderten Vertreter der an der Ausstellung beteiligten Unternehmen deren jeweiligen Werdegang, die Tätigkeitsfelder und die Perspektiven.
Die Beiträge wurden visuell auf einer großen Leinwand ergänzt - mit Bildern, Schautafeln und kurzen Filmen. Von Schott-Rohrglas in Mitterteich verwies Marketingleiter Jörg Döscher auf die innovativen Produkte bei der Rohrglas-Fertigung, etwa im Bereich der Solarthermie und der Nutzung regenerativer Energien. Speziell der Standort Mitterteich spiele bei der Umwelttechnologie eine besondere Rolle im Konzern.
Dr. Andreas Weber, Leiter des Nachtmann-Werks in Weiden, informierte über Produkte, Konzernstruktur und die weltweiten Absatzmärkte. Verkaufsleiter Werner Pankotsch von der Firma Pilkington in Weiherhammer erzählte Wissenswertes über die Flachglas-Fertigung und die Einsatzbereiche des Produkts.
Stephan Lamberts von der Waldsassener Glashütte entführte die Zuhörer in die Welt der handwerklichen Glasfertigung. Die "Lichttafeln" bezeichnete Lamberts als "Higlight" in der Entwicklung des mundgeblasenen Flachglases. Die Geschwister Birgit und Jürgen Stilp - direkte Nachfahren des Bildhauers Johann-Karl Stilp - stellten künstlerisch veredelte Trinkgläser vor. Die Motive der Kreationen präsentieren die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft und stellen die Reinheit des Wassers als Lebenselixier in den Mittelpunkt.
Die Ausstellung in der Kloster-Aula ist bis 23. November geöffnet, jeweils von 13 bis 17 Uhr am Montag, Mittwoch, Samstag und Sonntag. Nach Voranmeldungen (Telefon 09632/ 920044) sind auch Sonderführungen möglich. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
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