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Vincenzo Casoni (Zweiter von links) erhielt bei der kleinen Feier im Kapitelsaal einen Krippenstall. Er wurde gefertigt von Winfried Lobendanz, dem jüngeren Bruder des Klosterspirituals Pater Dr. Gabriel Lobendanz (rechts). Mit im Bild sind Äbtissin Laetitia Fech sowie der Vorsitzende des Freundeskreises in Verona, Vittorino Beifiori (links) und seine Frau Luigiana Beifiori. Bild: pz

Erläutert ihr Wappen: Äbtissin Laetitia Fech mit dem Vorsitzenden
des Veroneser
Freundeskreises, Vittorino Beifiori (l.) und dem Spender der Stühle für
den Kapitelsaal, Vincenzo Casoni. Bild: pz
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Waldsassen. (pz) Schon eher ein verfrühtes "Christkindl" war das, was am Nikolaustag im Kloster gefeiert wurde: Vincenzo Casoni stiftete der Abtei eine neue Bestuhlung für den barocken Kapitelsaal. Die großzügige Spende erinnert künftig an die Ehefrau von Vincenzo Casoni. Laura Casoni war am 30. Juni 1994 nach schwerer Krankheit viel zu früh verstorben.
Bei einer kleinen Feier am Samstag segnete Klosterspiritual Pater Dr. Gabriel Lobendanz das von dem Passauer Künstler Franz Hafner gestaltete neue Mobiliar. Mit dabei waren die Schwestern des Konvents sowie Gäste aus Verona - unter ihnen der Stifter der Stühle sowie der Vorsitzende des Veroneser Freundeskreises, Vittorino Beifiori und seine Frau Luigiana mit weiteren Mitgliedern.
Die Spende im Wert eines fünfstelligen Euro-Betrags umfasst 20 Stühle aus Eichenholz mit einem Rindslederbezug, außerdem für die Äbtissin den besonders gestalteten Platz: Er steht leicht erhöht auf einem Podest, die Lehne des Stuhles ist besonders verziert, unter anderem mit dem Wappen von Laetitia Fech.
Von einer weiteren Fügung Gottes sprach Äbtissin Laetitia Fech angesichts der Geschichte, die letzten Endes zu der großzügigen Spende zu Gunsten der Zisterzienserinnen-Abtei geführt hat: Bei der Jahreshauptversammlung des Freundeskreises in Verona im Mai diesen Jahres hatte die Äbtissin Vincenzo Casoni erstmals getroffen. Dabei ließ er der Äbtissin wissen, dass er für seine verstorbene Frau ein Denkmal setzen möchte, das Wertschätzung erfährt und an sie erinnert.
Zwei Projekte dafür seien bereits in Italien geplant gewesen, doch es ließen sich diese Vorhaben nicht verwirklichen. Deshalb ließ er über Vittorino Beifiori nachfragen, ob sich nicht in Waldsassen in diese Richtung etwas realisieren ließe. Äbtissin Laetitia Fech zögerte zunächst, weil sie nicht wusste, wie viel Signore Casoni ausgeben wollte. "Was es kostet", gab der Italiener zu verstehen, und wenig später "war der Deal geschlossen", wie die Äbtissin sagte.
Bereits im Juni kam Vincenzo Casoni zusammen mit Vittorino Beifiori nach Waldsassen. Als die Gäste den herrlichen barocken Kapitelsaal und die vorhandene Ausstattung sahen, verstanden sie sofort das Anliegen der Äbtissin. Die Sache war perfekt. Nachdem der Kostenvoranschlag des Künstlers vorlag, wurde das Geld großzügig überwiesen.
Im August brachte Hafner den ersten Musterstuhl, der von den Ratsmitgliedern begutachtet, ausprobiert und gutgeheißen wurde. Rechtzeitig zum Namenstag der Äbtissin an diesem Montag sollte alles fertig gestellt sein. "Nun ist es soweit und wir freuen uns sehr." In Zukunft wird eine kleine Bronzetafel neben der Tür zum Kapitelsaal an die großherzige Spende von Vincenzo Casoni erinnern.
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