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Überaus skurril ist die Figur links vom Eingang gestaltet. Die Füße des Mannes stecken in Stiefeln, die bereits durchlöchert sind, und zu dem engen zerschlissenen Beinkleid trägt er ein Wams, das über Brust mit unterschiedlichen Knöpfen geschlossen ist; Kragen und Saum des Wamses sind gezackt.
Eine Eselshaut dient ihm als Kopfbedeckung und als Umhang. Diese ist am Eselsschwanz mit einem groben Stick um den Leib befestigt. Der Mann hat seinen Kopf zur Seite gewandt und blickt zu seinem Gegenüber. Sein pockennarbiges Gesicht mit der breiten Sattelnase wirkt äußerst derb.
Die vernachlässigte Kleidung und die Eselshaut lassen vermuten, dass in dieser Figur Faulheit und Dummheit angeprangert werden sollen. Eselsköpfe und Eselskostüme waren auch als Fastnachtsmasken in verschiedenen Regionen, darunter auch im benachbarten Egerland, gebräuchlich.
© Peda-Kunstführer Nr. 426
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