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"Graduale Cisterciense"

Gregorianischer Choral
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Faszination der Bibliotheken
Auch im Zeitalter des Internets haben die mittelalterlichen Bibliotheken nichts an Faszination verloren. Dabei ist uns noch viel zu wenig bewusst, welche Einflüsse die Bibliotheken auf die Ursprünge unserer Zeit nehmen.
Bibliotheken als Zeichen mönchischen Fleißes
Die mühsame Beschäftigung des Schreibens war eine der klösterlichen Hauptbeschäftigungen. Motiviert waren die Mönche und Nonnen durch ihre tiefe Religiosität, die in krassem Gegensatz zu den heidnischen Menschheitsidealen stand. So sind heute mittelalterliche Bibliotheken Vermittler und Zeugen antiken und zeitgenössischen Wissens zugleich. Ausschlaggebend, was der Nachwelt an antikem Wissen überliefert wurde (- und was nicht) war nicht zuletzt die Wissbegierde der Mönche und Nonnen selbst, wodurch diese über mehrere Jahrhunderte hinweg beinahe ein Bildungsmonopol errangen.
Man wollte Ordnung im täglichen Leben schaffen und schuf "nebenbei" die frühen Klosterbibliotheken
Jedes Kloster benötigte Kommentare zur Heiligen Schrift, Stoffsammlungen zu Predigten, Heiligenbiographien, diverse Messbücher, Evangeliare, Lektionare, Bußbücher, Brief- und Urkundenmuster, kirchenrechtliche Begebenheiten, Vorschriften zur Berechnung des Ostertermins, Lehrbücher etc.
Die Bedeutung und Aufgaben der Kosterbibliotheken wuchsen rapide
Ursprünglich nur als Hilfsmittel im kirchlichen Bereich für die christliche und monastische Spiritualität wurden die Klöster -nach dem Zusammenbruch des antiken Bildungswesens- zum Mittelpunkt geistigen Lebens. So fiel gerade den Klöstern die Aufgabe zu, über die Verbreitung des christlichen Glaubens hinaus auch die geistige und handwerkliche Bildung zu vermitteln.
Ein ganzes Jahrtausend lang hüteten gelehrsame Orden die Grundlagen unseres Wissens, emsig studierten und kopierten Mönche in hauseigenen Bilbliotheken uralte Handschriften:
So wurden die geistigen Zentren der Klöster und Domschulen zu Rüstkammern für die Missions- und Bildungsarbeit.
Wissen und Einfluss der Klöster und deren Bibliotheken wirkten also auch weit über die Klostermauern hinaus. Für lange Zeit bestimmte das Know-How der Klöster viele Bereiche des Alltags, etwa den Schulunterricht und vor allem die medizinische Versorgung, die Klosterapotheken und Kräutergärten garantierten.
Die Bücher, damals wie heute, kostbares Inventar
Zur Herstellung der Bücher und Prachthandschriften der reicheren Klöster waren viel Fleiß, Geschick und vor allem das nicht gerade billige Pergament notwendig, wofür meist nur die reicheren Klöster eine gediegene finanzielle Basis hatten. Häufig gab es von Büchern nur eine einzige Ausfertigung, so dass Beziehungen zu entfernten Klosterbibliotheken notwendig waren, um sich von dort Bücher auszuleihen oder diese kopieren zu können.
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